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Ilse Aigner auf dem Weg zur Seehofer-Nachfolgerin?

Verbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) erwägt offenbar einen Wechsel in die bayerische Landespolitik. Sie könnte das Finanzressort als Sprungbrett nutzen.

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Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) erwägt ernsthaft, nach München zu wechseln und neue bayerische Finanzministerin zu werden. Entsprechende Berichte von „Münchner Merkur“ und „Süddeutscher Zeitung“ wurden gegenüber mehreren Nachrichtenagenturen in CSU-Kreisen bestätigt.

Aigner habe Interesse an der Nachfolge des scheidenden Finanzministers Georg Fahrenschon bekundet und sondiere seit einigen Tagen ihre Chancen, hieß es in der Partei. Ein Sprecher des Verbraucherministeriums sagte am Mittwoch zu den Berichten: „Solche Spekulationen entbehren jeder Grundlage.“

Erste Ministerpräsidentin in Bayern?

Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa hat Aigners Interesse unter anderem langfristige Gründe: Sie soll intern bekundet haben, erste Ministerpräsidentin in Bayern werden zu wollen. In diesem Zusammenhang soll sie die Frage gestellt haben, ob das Finanzministerium dazu nicht das geeignete Sprungbrett wäre.

Fahrenschon hatte am vergangenen Freitag angekündigt, der Politik den Rücken kehren und deutscher Sparkassenpräsident werden zu wollen. Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) sucht deshalb seit dem Wochenende nach einer Nachfolge-Lösung.

Inzwischen hat er angekündigt, an diesem Mittwoch eine Entscheidung treffen und diese spätestens am Donnerstag bekanntgeben zu wollen.

Zum engeren Favoritenkreis fürs Finanzressort zählten zuletzt auch Umweltminister Markus Söder sowie Sozialministerin Christine Haderthauer (beide CSU).