Ansturm nach Wahlerfolg

1000 neue Mitglieder pro Woche bei den Piraten

Nach dem Wahlerfolg der Piraten in Berlin ist die Mitgliederzahl der Partei auf 15.000 gewachsen. Das Durchschnittsalter soll bei 31 Jahren liegen.

Die Piraten können sich nach eigenen Angaben kaum vor neuen Parteimitgliedern retten. Sämtliche Landesverbände sähen sich „einem Ansturm von Neumitgliedern ausgesetzt“, hieß es in einer Mitteilung. Demnach hat die Partei inzwischen 15.000 Mitglieder.

„Derzeit treten uns über 1000 neue Mitglieder pro Woche bei. Ein Ende ist nicht abzusehen“, sagte die politische Geschäftsführerin der Piraten, Marina Weisband. Ein Sprecher der Partei sagte, man komme mit dem Bearbeiten der Mitgliederanträge kaum noch hinterher.

Die Piratenpartei wurde 2006 gegründet. Bis zur Berlin-Wahl vor drei Wochen hatte sich die Mitgliederzahl nach Angaben des Sprechers bei rund 12.000 eingependelt. Die Piraten reklamieren für sich, die jüngsten Mitglieder unter allen Parteien zu haben.

Das Durchschnittsalter soll um die 31 Jahre liegen. In Berlin waren sie im September mit 8,9 Prozent der Stimmen mit 15 Abgeordneten zum ersten Mal in ein Landesparlament eingezogen.

Zum Vergleich: CDU und SPD haben jeweils ungefähr eine halbe Million Parteimitglieder. Die CSU zählt mehr als 150.000, die Linke mehr als 70.000, die FDP rund 65.000 und die Grünen gut 50.000 Mitglieder.

( dpa/jm )

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