Friedensnobelpreis

CDU empört über geschmacklosen Tweet zu Kohl

Erneut zählte Helmut Kohl zu den Favoriten, doch der Kanzler der Einheit erhielt keinen Friedensnobelpreis. Der Twitter-Kommentar eines SPD-Politikers dazu verärgert die CDU.

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Eine Twitter-Nachricht des rheinland-pfälzischen SPD-Landesvorstandsmitglieds Fabian Löffler zur Vergabe des diesjährigen Friedensnobelpreises hat bei der CDU in Rheinland-Pfalz Verärgerung ausgelöst.

Löffler hatte geschrieben: „Schon wieder kein Friedensnobelpreis für Helmut Kohl - langsam wird's eng. Ich glaube, der darf nicht posthum verliehen werden.“ Der CDU-Landesverband forderte SPD-Generalsekretär Alexander Schweitzer daraufhin auf, seine eigenen Reihen „zur Räson zu rufen“.

Die Bemerkung Löfflers verunglimpfe die Verdienste von Ex-Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) und konterkariere dessen persönliches Wohl. Das sei „geschmacklos und nicht akzeptabel“.

Kohl wurde kurz vor der Vergabe des Peises wieder zum Favoritenkreis gezählt. Gewonnen haben ihn aber die liberianische Präsidentin Ellen Johnson Sirleaf, die aus demselben Land stammende Friedensaktivistin Leymah Gbowee und die jemenitische Frauenrechtlerin Tawakkul Karman .

Die drei Frauen würden für ihren „gewaltfreien Kampf für die Sicherheit von Frauen und für das Recht der Frauen auf eine vollständige Beteiligung an der Schaffung von Frieden“ gewürdigt.

Im vergangenen Jahr war der inhaftierte chinesische Bürgerrechtler Liu Xiaobo mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet worden, im Jahr zuvor US-Präsident Barack Obama . Die Preisverleihung findet am 10. Dezember statt, dem Geburtstag des Preisstifters Alfred Nobel.