Verteidigungsminister

De Maiziere spricht erstmals von deutschen Veteranen

Thomas de Maiziere bekennt sich zum Begriff "Veteranen" für die Teilnehmer an Auslandseinsätzen der Bundeswehr. Der Verteidigungsminister verspricht ihnen bessere Versorgung.

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Verteidigungsminister Thomas de Maiziere hat die Teilnehmer an Auslandseinsätzen der Bundeswehr erstmals als Veteranen bezeichnet. „Ich bekenne mich heute zu diesem Begriff“, sagte er im Bundestag.

„Wir sind eine Armee im Einsatz. Wie andere Nationen auch sollten wir deshalb auch von unseren Veteranen sprechen.“ Er wolle den Umgang mit den Veteranen und ihre Versorgung zu einem Schwerpunkt seiner Politik machen, betonte der CDU-Politiker.

Die deutsche Politik hat sich jahrelang mit der Beschreibung der Einsatzrealität der Bundeswehr schwergetan. Die Afghanistan-Mission galt noch als Stabilisierungsmission, als deutsche Soldaten schon regelmäßig von den Taliban in teils tödliche Kämpfe verwickelt wurden.

Erst Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) änderte das im vergangenen Jahr als er sagte, man könne umgangssprachlich von Krieg reden. De Maizière ging bisher vorsichtig mit dem Kriegsbegriff um: „Vieles, was sie hier tun, ist wie im Krieg“, sagte er im März bei seinem ersten Afghanistan-Besuch.