Verbraucherschutz

Bundesregierung will Sexspielzeug sicherer machen

Dildos, Vibratoren und andere Erotikartikel enthalten oft Weichmacher und giftige Chemikalien. Die Bundesregierung will die Zulassungsbeschränkungen deutlich verschärfen.

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Die Bundesregierung will gemeinsam mit der Europäischen Union Sexspielzeug sicherer machen. Nach Angaben der " Saarbrücker Zeitung " sollen künftig für Weichmacher und andere giftige Chemikalien in Vibratoren und Dildos schärfere Zulassungsbeschränkungen gelten.

Die Fraktion der Grünen im Bundestag hatte im Rahmen einer kleinen Anfrage Maßnahmen gegen Gift in Sexspielzeug eingefordert und nach den aktuellen Plänen der Regierung zur Eindämmung von krebserregenden Stoffen gefragt.

In ihrer Antwort erklärte die Bundesregierung, dass der Europäischen Kommission bereits Vorschläge für strengere Vorschriften vorlägen, die von Deutschland mitgetragen würden.

Nationaler Alleingang nicht zielführend

Untersuchungen der Vergangenheit hätten gezeigt, dass viele Erotikartikel Weichmacher und andere gefährliche Inhaltsstoffe enthalten.

Die Bundesregierung betont allerdings, dass ein nationales Vorgehen im Kampf gegen die giftigen Chemikalien nicht zielführend sei: Da die meisten Sexspielzeuge aus dem Ausland importiert und über das Internet bestellt würden, müsse eine europäische Regelung gefunden werden.