Juncker-Nachfolger

Spekulation über Schäuble als Chef der Euro-Gruppe

Laut einem Magazinbericht wird Finanzminister Wolfgang Schäuble als möglicher Vorsitzender der Euro-Gruppe gehandelt. "Wenn er will, wird er es", sagen Diplomaten.

Foto: dapd, dpa / dapd, dpa/Michael Gottschalk, EPA/OLIVIER HOSLET

Vier Monate vor dem geplanten Wechsel an der Spitze der Eurogruppe gibt es Spekulationen um eine Kandidatur von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU). Schäuble werde in Diplomatenkreisen als möglicher Kandidat für die Nachfolge des Luxemburger Ministerpräsidenten Jean-Claude Juncker im Vorsitz der Eurogruppe genannt, berichtet das Nachrichtenmagazin „Focus“.

„Wenn über Namen geredet wird, fällt meistens der des Deutschen Schäuble“, zitiert das Magazin ungenannte Diplomaten. „Wenn er will, wird er es.“

Juncker gibt das Amt, das die Arbeit der Finanzminister aus der Euro-Zone koordinieren soll, im Januar 2012 auf. Sein Nachfolger soll den wichtigen Posten anders als bisher nicht neben-, sondern hauptamtlich ausüben.

Das empfiehlt auch Juncker selbst. Er sei zunehmend der Ansicht, das es Sinn ergeben würde, einen hauptberuflichen Euro-Gruppenpräsidenten zu haben, vor allem wenn der permanente Rettungsschirm ESM in Kraft sei. „Das Amt macht die Hälfte meiner Arbeitszeit als Ministerpräsident aus“, sagte er am Rande eines Treffen der sieben wichtigsten Industrienationen G7 in Marseille.

Als Anwärter gelten wegen der erforderlichen Durchsetzungskraft vor allem Politiker, die dem Kreis der Finanzminister angehören oder ihm angehört haben.

Der Vorsitzende der CSU-Abgeordneten im Europäischen Parlament, Markus Ferber, sprach sich für Schäuble an der Spitze der europäischen Finanzminister aus. „Wolfgang Schäuble ist sicherlich jemand, der dafür bestens geeignet ist“, sagte Ferber zu „Focus“. „Deutschland sollte politisch führen, wenn Stabilitätskultur in ganz Europa durchgesetzt werden soll.“

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