Mecklenburg-Vorpommern

Rügen-CDU empfiehlt die Wahl anderer Parteien

Der CDU auf Rügen steht das Wasser bis zum Hals. Nach den Neonazi-Vorwürfen gegen ihren Direktkandidaten werben die Christdemokraten nun für andere Parteien.

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Die Nachwahl zum Landtag von Mecklenburg-Vorpommern am 18. September auf Deutschlands größter Insel Rügen verspricht ungewöhnlich zu werden: Weil der CDU ihr Direktkandidat abhanden gekommen ist, haben die Christdemokraten ihre Wähler dazu aufgerufen, dem Kandidaten einer anderen Partei ihre Stimme zu geben.

Hintergrund ist der Parteiausschluss des Rügener CDU-Kandidaten Thomas Gens wegen einer früheren Mitgliedschaft in der rechtsextremen DVU. Am Donnerstag veröffentlichten die Christdemokraten im Internet nun eine Empfehlung, am 18. September „einem demokratischen Kandidaten“ die Erststimme zu geben. Auf eine bestimmte Person legte sich die Union nicht fest.

Im Wahlkreis 33 auf Rügen wird erst am 18. September gewählt, weil der ursprüngliche CDU-Direktkandidat Udo Timm im August überraschend gestorben war. Thomas Gens sollte eigentlich für ihn nachrücken. Durch die Nachwahl kann es noch zu minimalen Verschiebungen bei der Mandatsvergabe kommen.