Zivildienstersatz

Schröder will Belohnung für Freiwilligendienst

Wer den neuen Freiwilligendienst absolviert, soll nach dem Willen der Familienministerin zum Beispiel bei Bewerbungen bevorzugt werden.

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Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) bringt spezielle Belohnungen für den Freiwilligendienst ins Gespräch, der nach der Aussetzung der Wehrpflicht den Zivildienst ersetzen soll. „Ich halte es für richtig, Absolventen des Freiwilligendienstes Wartesemester anzurechnen, Praktika zu erlassen und sie bei Bewerbungen vorzuziehen, sagte Schröder der „Bild“-Zeitung. Dazu wolle sie auch einen Gipfel mit den Ländern einberufen.

Der Bundesfreiwilligendienst soll im kommenden Jahr den Zivilidienst ersetzen. In den vergangenen Jahren ist der Zivildienst bereits auf ein halbes Jahr verkürzt worden. Der neue freiwillige Ersatz soll nach dem vorliegenden Gesetzesentwurf zwischen sechs und 24 Monaten dauern.

Mit dem Bundesfreiwilligendienst will Schröder rund 35.000 Männer und Frauen pro Jahr die Möglichkeit zum gemeinnützigen Einsatz bieten. Er soll das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) und das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ) ergänzen und gemeinsam mit den bestehenden Freiwilligendiensten verwaltet werden.


Der Bund will die Dienste insgesamt mit 350 Millionen Euro pro Jahr fördern. Davon stammen 50 Millionen Euro aus der bisherigen Förderung der Jugendfreiwilligendienste und 300 Millionen Euro aus den bisherigen Mitteln für den Zivildienst.