Rücktrittsforderung

Wut in der FDP – "Westerwelle müsste zurücktreten"

Helmut Kohls Außenpolitik-Schelte hat Berlin erschüttert. Auch Westerwelle musste sich angesprochen fühlen. Jetzt muss er zusätzlich parteiinterne Kritik einstecken.

Foto: dapd / dapd/DAPD

Am Tag der großen Schelte der deutschen Außenpolitik durch Alt-Kanzler Helmut blieb Außenminister Guido Westerwelle noch demonstrativ gelassen: Die vollständige Kritik Kohls hatte er zum diesen Zeitpunkt zwar noch nicht im Original gelesen – doch pickte er sich Kohls Angriffe auf die deutsche Außenpolitik unter den rot-grünen Vorgängern heraus und betonte offensiv, dass er diese Kritik "ausdrücklich" teile . Und ignorierte dabei, dass Kohl auch die aktuelle Politik der schwarz-gelben Bundesregierung kritisierte.

Jetzt muss der Außenminister auch parteiintern Kritik einstecken. Im Interview mit dem SWR-Magazin "Zur Sache Rheinland-Pfalz!" fordert der ehemalige rheinland-pfälzische Wirtschaftsminister Hans-Artur Bauckhage (FDP) seinen Rücktritt: "Herr Westerwelle müsste jetzt eigentlich anständig zurücktreten.“

Bauckhage gehörte bis 2011 dem rheinland-pfälzischen Landtag an, bis 2006 war er stellvertretender Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz – seine Landes-FDP scheiterte im Frühjahr an der 5-Prozent-Hürde.

Für die schlechten Umfragewerte der Bundes-FDP macht er nun Guido Westerwelle verantwortlich. Der langjährige Vorsitzende habe die FDP "zu einer unsympathischen Partei gemacht", argumentiert Bauckhage im Interview mit dem SWR-Magazin.

Die FDP brauche wieder zugkräftige Persönlichkeiten – so wie früher: "Jetzt haben wir Leute, wie Westerwelle und Niebel, die nicht die Köpfe sind, die die Leute wählen wollen.“

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