Staatsanleihen

CDU-Politiker sprechen sich für Euro-Bonds aus

Die Front bröckelt: Erste CDU-Politiker sprechen sich für die Einführung von Euro-Bonds aus. Diese seien "kein Teufelszeug".

In der hitzigen Debatte um die Einführung von gemeinsamen Staatsanleihen aller Euro-Länder mehren sich in der CDU die Stimmen für die sogenannten Euro-Bonds. „Es macht keinen Sinn, eine Schwarz-Weiß-Debatte zu führen“, sagte der CDU-Bundestagsabgeordnete Johann Wadephul dem „Handelsblatt“.

Es gebe zwar derzeit keinen Bedarf an Euro-Bonds. Er könne aber „nicht erkennen, dass sie Teufelszeug sind“, sagte der Europapolitiker.

In der CDU/CSU habe ein Umdenken in dieser Frage begonnen, sagte der CDU-Europa-Abgeordnete Burkhard Balz dem „Handelsblatt“.

"Wir brauchen weitere Integrationsschritte in Europa"

Auch Armin Laschet, Mitglied im CDU-Bundesvorstand, forderte eine offene Diskussion. „Wir brauchen weitere Integrationsschritte in Europa, vor allem in der Fiskal- und Finanzpolitik“, sagte Laschet dem „Handelsblatt“.

Er forderte ein Gesamtkonzept, zu dem „am Ende auch Euro-Bonds“ gehören könnten. „Den Herausforderungen der globalen Märkte kann man heute nur durch globale Institutionen begegnen, das gilt ganz besonders für Europa."

Die Christdemokraten im Europaparlament haben nach Informationen des „Handelsblatts“ bereits mehrere Argumente für Eurobonds in einem elfseitigen Arbeitspapier aufgelistet.

„Euro-Bonds wären ein klares Signal der Einigkeit und Entschlossenheit an die Märkte“, zitierte die Zeitung daraus. Ein großer gemeinsamer Staatsanleihenmarkt könne „Spekulanten die Möglichkeit entziehen, die einzelnen Euro-Länder gegeneinander auszuspielen“.

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