Brennende Autos in Berlin

Brandstiftung laut SPD "Vorstufe zum Terrorismus"

Kein Ende der Brandstiftungen in Berlin: Bereits an drei aufeinanderfolgenden Nächten wurden 35 Autos angezündet. Die Polizeigewerkschaft fordert hartes Durchgreifen.

Die Serie von Brandanschlägen auf Autos in Berlin geht auch in der dritten Nacht weiter. Bislang sind insgesamt 35 Autos den nächtlichen Angriffen der Brandstifter in Flammen aufgegangen. Weitere Fahrzeuge wurden beschädigt.

Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) forderte indes ein strenges Durchgreifen: „Wir brauchen harte und abschreckende Urteile“, sagte DPolG-Chef Rainer Wendt der „Bild“-Zeitung. SPD-Innenexperte Dieter Wiefelspütz bezeichnete die Brandstiftungen in dem Blatt als „eine Vorstufe zum Terrorismus“.

Bisher sind die Täter unbekannt geblieben. Die Polizei verstärkte in den vergangenen Nächten ihre Präsenz, sowohl in Uniform als auch in Zivil. Auch ein Hubschrauber war im Einsatz. Dennoch kamen Polizei und Feuerwehr in den vergangenen Nächten kaum hinterher:

Allein am frühen Morgen waren in Berlin neun Autos angezündet worden. Verletzt wurde niemand. Es brannte in den Stadtteilen Charlottenburg, Tiergarten und Neu-Hohenschönhausen. Dabei rückten auch immer mehr ältere Autos ins Visier der Brandleger.

Polizei vermutet politische Ziele

Die Polizei ging, wie bereits in den vergangenen Nächten, auch in den Fällen vom frühen Morgen von Brandanschlägen mit politischen Motiven aus. Der Staatsschutz habe die Ermittlungen aufgenommen.

Die Suche nach den Brandstiftern gestaltet sich aus Sicht der Polizei bei einem Straßennetz von rund 5400 Kilometern Länge immer schwieriger. Während sich einerseits Brände in einer Gegend häufen, kommen auch immer wieder mehrere Kilometer entfernte Brandorte in einer Nacht hinzu.

( dpa/jm )

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