"Verharmlosung"

Union will das Tragen von DDR-Uniformen verbieten

Dass Schausteller sich in Uniformen aus DDR-Zeiten mit Touristen fotografieren lassen, ärgert die Union im Bundestag. Sie sieht darin eine Verniedlichung der SED-Diktatur.

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Die Union im Bundestag dringt darauf, das öffentliche Tragen von DDR-Uniformen zu untersagen. Der "Neuen Osnabrücker Zeitung" sagte Unionsfraktionsvize Günter Krings (CDU): "Es ist höchste Zeit, die Symbole der SED-Diktatur aus der Öffentlichkeit zu verbannen."

Der DDR-Unrechtsstaat dürfe nicht durch falsch verstandene Folklore verharmlost und verniedlicht werden. "Für die Opfer des SED-Regimes ist es unerträglich, wenn Menschen in DDR-Uniform zur Normalität des Berliner Stadtbilds gehören", sagte Krings.

Der CDU-Politiker forderte die Berliner Landesregierung deshalb zum Einschreiten auf. „Der rot-rote Senat muss auf Grundlage des Polizei- und Ordnungsrechts dafür sorgen, dass DDR-Uniformen in der Hauptstadt nicht mehr getragen werden dürfen.“

In Berlin treten Schausteller in DDR-Uniformen auf, die sich von Touristen gegen Geld fotografieren lassen.