Udo-Foht-Skandal

Haseloff macht Druck in der MDR-Affäre

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Haseloff fordert vom MDR "schnellstmöglich Klarheit" in der Foht-Affäre. Grund seien die anstehenden Entscheidungen zur GEZ-Gebühr.

Reiner Haseloff (CDU), Ministerpräsident in Sachsen-Anhalt, hat den MDR aufgefordert, die Affäre um den geschassten Unterhaltungschef Udo Foht aufzuklären. "Der MDR muss in dieser Angelegenheit schnellstmöglich Klarheit schaffen", sagte Haseloff Morgenpost Online.

Dies gelte mit Blick auf „anstehende politische Entscheidungen, wie solche im Zusammenhang mit Gebührenentscheidungen“. Damit spielte Haseloff auf die geplante Haushaltsabgabe an, die ab 2013 die umstrittene GEZ-Gebühr ablösen soll. Die Rechtsaufsicht über den MDR liegt derzeit in den Händen Sachsen-Anhalts.

In den vergangenen Tagen hatten Medienpolitiker den Sender aufgeordert, die Vorwürfe gegen Foht schnell und transparent aufzuklären, um zu verhindern, dass der Ruf der gebührenfinanzierten Drei-Länder-Anstalt weiteren Schaden nähme. Die Staatsanwaltschaft Leipzig ermittelt gegen Foht wegen des Verdachts auf Untreue und Betrug.