Afghanistan

Bundeswehrsoldat fiel schon vor tödlichem Unfall auf

Der Afghanistan-Soldat, der Ende 2010 einen Kameraden erschossen haben soll, könnte schon zuvor gegen das Waffengesetz verstoßen haben.

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Gegen den Bundeswehrsoldaten, der im Dezember 2010 in Afghanistan versehentlich einen Kameraden erschossen haben soll, ist bereits zuvor wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz ermittelt worden. Der Mann aus Thüringen soll demnach im Oktober 2010 Platzpatronen nach einer Militärübung nicht zurückgegeben haben.

Die Geraer Staatsanwaltschaft bestätigte einen entsprechenden Bericht der "Stuttgarter Nachrichten“. Es sei allerdings nicht sicher, ob das unerlaubte Mitführen von Platzpatronen unter das Waffengesetz falle. "Es besteht aber die Möglichkeit, die Ermittlungen mit dem Verfahren wegen fahrlässiger Tötung zu verbinden“, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Jens Wörmann.

Aus der Dienstwaffe des Soldaten hatte sich in Afghanistan kurz vor Weihnachten ein tödlicher Schuss auf einen Kameraden gelöst. Nach Aussagen des Beschuldigten klemmte das Magazin, als er es in die Pistole einführen wollte. Daraufhin habe er es hineingeschlagen und der Schuss habe sich gelöst.

Es gibt aber auch Berichte, wonach der Soldat zum Spaß mit der Pistole auf den 21-Jährigen gezielt und abgedrückt haben soll. Die Dienstwaffe werde für ein Gutachten an das Landeskriminalamt übergeben, sagte Wörmann. Das Ergebnis der Untersuchung werde Mitte März erwartet.