Atilla Selek

"Sauerland"-Terrorhelfer fürchtet Staatenlosigkeit

Der als Terrorhelfer verurteilte Atilla Selek hat Angst, staatenlos zu werden. Vor Gericht streitet der 26-Jährige um seinen deutschen Pass.

Foto: dpa / dpa/DPA

Der ehemalige Terrorhelfer der "Sauerland-Gruppe", Atilla Selek, kämpft vor dem Verwaltungsgericht Sigmaringen um seinen deutschen Pass. Die Ulmer Ausländerbehörde hatte ihm vergangenes Jahr die deutsche Staatsangehörigkeit aberkannt.

Selek erschien selbst zum Prozess – er war erst vergangene Woche auf Bewährung frei gekommen. Da der 26-Jährige aus Ulm seinen türkischen Pass bei der Einbürgerung 2005 ablegte, fürchtet er nun, staatenlos zu werden. Ein Urteil sollte erst später gefällt werden.

Selek war im März 2010 vom Oberlandesgericht Düsseldorf zu fünf Jahren Haft verurteilt worden. Er hatte der "Sauerland-Gruppe" dabei geholfen, im Jahr 2007 Terroranschläge auf Diskotheken, Flughäfen und US-Einrichtungen in Deutschland zu planen.

Die Ausländerbehörde begründete die Aberkennung der Staatsangehörigkeit damit, dass Selek 2005 andere Ermittlungen gegen ihn und extremistische Ansichten verschwiegen habe.

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