Disziplinarverfahren

239 Alkoholdelikte im Dienst bei der Bundespolizei

Innerhalb der vergangenen drei Jahre gab es bei der Bundespolizei 239 Disziplinarverfahren gegen Beamte, die im Dienst mit Alkohol erwischt wurden.

Foto: dapd / dapd/DAPD

In den vergangenen drei Jahren sind 670 Disziplinarverfahren gegen Beamte der Bundespolizei eingeleitet worden. Grund war in 239 Fällen ein Alkoholdelikt, wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linkspartei hervorgeht. In 401 Fällen habe es sich um ein Fehlverhalten während des Dienstes gehandelt.

Hintergrund der Anfrage waren Berichte über Probleme und Mängel bei der Bundespolizei mit ihren mehr als 30.000 Beamten. Die Zahl der verhängten Disziplinarstrafen war zuletzt jedoch rückläufig: 2008 waren es noch 112 Strafen, 2010 nur noch 58. Meist wurden Geldbußen verhängt, in rund 30 Fällen kam es zur Kürzung der Bezüge.

Erst kürzlich hatte ein Suchtforscher erklärt, dass besonders Politiker und Priester anfällig seinen für Alkoholmissbrauch. Der Debatte ist das Alkoholismus-Bekenntnis von CDU-Politiker Andreas Schockenhoff vorausgegangen.

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