Grüner Ministerpräsident

Kretschmann gegen Koalitionsaussage vor der Wahl

Baden-Württembergs grüner Regierungschef Kretschmann rät seiner Partei, sich vor der Bundestagswahl 2013 nicht auf einen Koalitionspartner festzulegen.

Foto: dpa

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat seine Partei aufgefordert, sich 2013 nicht auf eine Koalitionsaussage festzulegen. „Ich rate meiner Partei, als eigenständige Kraft in die nächste Bundestagswahl zu gehen. Die Selbstständigkeit ist für die Grünen wichtig“, sagte Kretschmann der „Nordwest-Zeitung“.

Zu schwarz-grünen Koalitionsperspektiven äußerte sich der Grünen-Politiker aber skeptisch. „Mit dem Atomausstieg hat die Union ein großes Hindernis zwischen uns aus dem Weg geräumt. Das bedeutet aber nicht, dass wir nun eine Koalition bilden können“, sagte Kretschmann. Die CDU habe den Anschluss an viele Entwicklungen verpasst. Das gelte vor allem für die Wirtschaft, in der aus ökologischen Gründen eine Revolution bevorstehe.

„Die ideologische Verbohrtheit der CDU erinnert mich stark an die Anfänge der Grünen. Eine tief verunsicherte Partei wie die CDU gehört in die Opposition, um sich neu aufstellen zu können.“

Eine Umfrage für den "Stern" hatte zuvor ergeben, dass eine Mehrzahl der Grünen-Anhänger sich einen eigenen grünen Kanzlerkandidaten wünscht . Beliebtester potenzieller Kandidat war demnach der ehemalige Außenminister Joschka Fischer vor den beiden Fraktionsvorsitzenden Jürgen Trittin und Renate Künast. Kretschmann landete auf dem vierten Platz vor Parteichefin Claudia Roth.

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