Demografie

In Deutschland gibt es immer weniger junge Menschen

Noch nie war der Anteil der unter 25-Jährigen so gering. Auffallend ist die unterschiedliche Entwicklung in Ost- und Westdeutschland.

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Der Anteil junger Menschen in Deutschland ist so niedrig wie nie zuvor: Nur noch knapp jeder vierte (24,8 Prozent) ist jünger als 25 Jahre, wie das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) in Wiesbaden anhand neuer Bevölkerungszahlen mitteilte. Demnach fiel der Anteil dieser Altersgruppe im Jahr 2009 erstmals unter die 25-Prozent-Marke; 1991 machten die unter 25-Jährigen noch knapp 30 Prozent der Gesellschaft aus.

Gleichzeitig erreichten die Anteile der Älteren neue Höchstmarken: 20,7 Prozent der in Deutschland lebenden Menschen sind inzwischen 65 Jahre oder älter (1991: 15,0 Prozent), 5,1 Prozent (3,8 Prozent) gelten ab einem Alter von 80 Jahren als hochbetagt. „Die Verschiebung der Altersstruktur belegt eindrucksvoll, wie rasch sich der demografische Wandel in Deutschland vollzieht“, so das BiB.

Auffallend sei vor allem die unterschiedliche Entwicklung in Ost- und Westdeutschland. Anfang der 1990er Jahre hatten die neuen Bundesländer laut Institut noch einen breiteren Jugendsockel als die alten Länder. Wegen sinkender Geburtenzahlen und vor allem einer starken Abwanderung in den Westen ging der Anteil der unter 25-Jährigen seit der Wiedervereinigung jedoch um zehn Prozentpunkte zurück.

Er beträgt der Berechnung nach gegenwärtig nur noch 21,2 Prozent. Im früheren Bundesgebiet war der Rückgang nicht ganz so ausgeprägt: Er fiel um etwa drei Prozentpunkte auf nunmehr 25,6 Prozent.

Bei kleinräumiger Betrachtung werden die regionalen Unterschiede in der Alterszusammensetzung noch größer: Der niedersächsische Landkreis Cloppenburg hat mit 32,3 Prozent gegenwärtig den höchsten Anteil an jungen Menschen, die Stadt Suhl in Thüringen mit 17,8 Prozent den niedrigsten.