Linken-Politikerin

Wagenknecht hält Marktwirtschaft für gescheitert

Linken-Politikerin Sarah Wagenknecht ist der Meinung, der Kapitalismus erfülle seine eigenen Ansprüche nicht und müsse abgeschafft werden.

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Die wirtschaftspolitische Sprecherin der Linken-Bundestagsfraktion, Sahra Wagenknecht, hält „die zentralen Versprechen der sozialen Marktwirtschaft“ in den letzten 20 Jahren für zerschlagen. Jene Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung sei verbunden gewesen mit dem Aufbau einer armutsfesten gesetzlichen Rente, einer ordentlichen Absicherung bei Krankheit und Arbeitslosigkeit und einem regulierten Arbeitsmarkt mit steigenden Löhnen, sagte sie der Zeitung „Sonntag Aktuell“. Der Kapitalismus heute versage vor seinen eigenen Ansprüchen.

Die 41-Jährige plädierte ausdrücklich dafür, Banken zu vergesellschaften. „Finanzstabilität etwa ist ein öffentliches Gut. Also gehören große Banken in öffentliche Hand. Sonst haben wir private Renditejäger, die mit Staatshaftung im Rücken zocken gehen.“

Wagenknecht räumte ein, dass eine Planwirtschaft nicht funktioniert, da die Konsumbedürfnisse der Menschen so unterschiedlich seien. „Märkte haben eine wichtige Funktion, man darf sie nur nicht überfordern und sie müssen Regeln unterliegen. Aber man muss die Märkte vom Kapitalismus befreien. Dann haben kleine und mittlere Unternehmen auch wieder größere Chancen“, sagte sie der Zeitung.