Hintergrund

Bildungspaket: Warmes Essen, Sport, Nachhilfe

Weitere Informationen zu Umfang und Kosten des Bildungspakets

Wochenlang haben Bund und Länder über die Hartz-Reform gestritten. Ende Februar war nach vielen Tag- und Nachtsitzungen auch ein Bildungspaket für bedürftige Kinder geschnürt. Doch bisher haben nur wenige Eltern Ansprüche angemeldet. Das Paket sieht vor:

UMFANG: Rund 2,5 Millionen bedürftige Kinder aus Hartz-IV-Familien, von Geringverdienern und Wohngeldempfängern erhalten Bildungshilfen – deutlich mehr als zunächst von der Bundesregierung geplant war. Sie haben Anspruch auf ein warmes Mittagessen in Schule oder Kita. Allerdings müssen die Eltern einen Euro dazugeben. Für eintägige Klassenfahrten oder Wandertage gibt es pro Schuljahr 30 Euro Zuschuss. 10 Euro im Monat stehen für Mitgliedschaften in Sportvereinen zur Verfügung. Bei Bedarf bekommen die Kinder auch Nachhilfeunterricht bezahlt. Wie bisher gibt es 100 Euro pro Schuljahr für Schulsachen.

KOSTEN: Die Kommunen bekommen für das Bildungspaket vom Bund rund 1,6 Milliarden Euro pro Jahr. Angestrebt wird, dass die Kommunen damit auch rund 3000 Schulsozialarbeiter bezahlen. Städte und Gemeinden werden zudem schrittweise vom Bund von den Sozialausgaben für arme Rentner („Grundsicherung im Alter“) entlastet. Das sind etwa vier Milliarden Euro von 2014 an – mit steigender Tendenz.