Ex-Umweltminister

Töpfer fordert dauerhafte Stilllegung der Alt-AKWs

Der ehemalige Umweltminister und CDU-Politiker Klaus Töpfer hat einen schnelleren Ausstieg aus der Atomenergie gefordert. Die Kanzlerin lobte er.

Der CDU-Politiker Klaus Töpfer spricht sich für die dauerhafte Stilllegung der sieben älteren deutschen Atomkraftwerke aus. „Es ist mehr als sinnvoll, in diese Richtung zu gehen, zumal der Schritt möglich ist, ohne unsere Stromversorgung zu gefährden“, sagte Töpfer der „Frankfurter Rundschau“.

Der ehemalige Bundesumweltminister sagte, Deutschland könne schneller aus der Kernkraft aussteigen als bislang geplant. Davon sei er überzeugt, „und zwar nicht erst seit der Katastrophe in Fukushima“. Die „Brücke ins Zeitalter der erneuerbaren Energien“ könne kürzer angelegt werden als bisher geplant. Die damit verbundenen Herausforderungen seien erheblich, aber zu bewältigen.

Töpfer lobte die Bundesregierung, die mit ihrem Atom-Moratorium eine mutige Entscheidung getroffen habe. „Wir haben bereits parteiübergreifend einen Konsens, dass die Kernenergie keine Zukunftstechnologie ist. Ob man sagt, wir brauchen sie noch zehn Jahre oder etwas länger, ist eine wichtige Frage. Aber wir sollten darüber nicht vergessen, dass dieser Konsens da ist“, sagte er. Deutschland müsse zeigen, dass auch ein wichtiges Industrie- und Exportland seine Position behaupten und sogar verbessern könne, wenn es auf Kernenergie verzichtet.