Deutschlandtrend

Grüne verlieren an Zustimmung, SPD im Aufwind

Nach dem monatelangen Aufwärtstrend geht es für die Grünen kurz vor drei wichtigen Landtagswahlen bergab. Die SPD erfreut sich steigender Umfragewerte.

Die SPD hat im Deutschlandtrend von ARD und Morgenpost Online deutlich zugelegt. Der Umfrage des Instituts Infratest dimap zufolge erreicht die SPD nun 28 Prozent, drei Punkte mehr als zuvor. Die Union verliert im Vergleich zum Vormonat einen Punkt auf 35 Prozent. Die Grünen geben gleich vier Prozentpunkte ab auf 15 Prozent. Für die Linke werden neun Prozent vorhergesagt (plus eins), für die FDP sechs Prozent (plus eins). Damit liegt Rot-Grün weiter vor Schwarz-Gelb, würde eine eigene parlamentarische Mehrheit aber verfehlen.

In der Beliebheitsskala der wichtigsten Politiker liegt der bisherige Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) auch nach seinem Rücktritt wegen der gegen ihn erhobenen Plagiatsvorwürfe klar auf Platz eins. 73 Prozent gaben an, sie seien mit seiner Arbeit zufrieden, fünf Punkte mehr als im Vormonat. 41 Prozent sprachen sich dafür aus, Guttenberg solle 2013 für die Union als Kanzlerkandidat antreten. Allerdings lag Amtsinhaberin Angela Merkel anders als im Vormonat bei dieser Frage mit 44 Prozent diesmal vorn.

Zugleich äußerten in derselben Umfrage 75 Prozent die Ansicht, dass Guttenberg „getäuscht und betrogen hat“. Ebenso viele sind demnach der Ansicht, der CSU-Politiker habe „gegen Regeln verstoßen und deshalb keine andere Wahl als zurückzutreten“. 82 Prozent bescheinigten ihm jedoch „ein Gespür, was Menschen von der Politik erwarten“.

Auf Platz zwei der Beliebtheitsskala ist der neue Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) aufgerückt (55 Prozent Zustimmung), knapp vor Merkel und SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier (beide 53 Prozent). Mit der Arbeit von CSU-Chef Horst Seehofer äußerten sich 38 Prozent zufrieden, mit FDP-Chef Guido Westerwelle 33 Prozent. Beide konnten deutlich zulegen.

Infratest dimap befragte am 8. und 9. März 1003 repräsentativ ausgewählte Wahlberechtigte, für die Sonntagsfrage 1503 Wahlberechtigte.