Tarifkonflikt

Lehrerstreik legt Schulen in Schottland lahm

Bietet den Lehrkräften bis zu 6,85 Prozent mehr Gehalt an: Bildungsministerin Shirley-Anne Somerville (Archivbild).

Bietet den Lehrkräften bis zu 6,85 Prozent mehr Gehalt an: Bildungsministerin Shirley-Anne Somerville (Archivbild).

Foto: Jane Barlow/PA/dpa

Lehrkräfte in Schottland wollen 10 Prozent mehr Lohn. Die Bildungsministerin Shirley-Anne Somerville findet das zu viel. Nun haben die Lehrkräfte ihre Arbeit niedergelegt.

Edinburgh. Für fast alle Schülerinnen und Schüler in Schottland ist der Unterricht heute wegen eines Lehrerstreiks ausgefallen. Die Lehrkräfte an Grund- und weiterführen Schulen sowie vielen Gemeindekindergärten legten aus Protest gegen ein „beleidigendes“ Tarifangebot erstmals seit rund 40 Jahren in dem gesamten britischen Landesteil die Arbeit nieder.

Lediglich einige Grundschulen auf den Orkney- und den Shetlandinseln im Nordatlantik waren geöffnet. Schottlands Bildungsministerin Shirley-Anne Somerville wies die Forderungen nach 10 Prozent mehr Lohn zurück, wie die BBC berichtete. Das Angebot von bis zu 6,85 Prozent mehr Gehalt sei fair, sagte sie.

Auch in zahlreichen anderen Branchen in Großbritannien kommt es derzeit zu Streiks. So protestieren Beschäftigte an 150 Universitäten gegen niedrige Löhne, Arbeitsbedingungen und Rentenkürzungen. Am Donnerstag legten Mitarbeiter des Postdienstleisters Royal Mail erneut für mehrere Tage die Arbeit nieder. Auch die Bahngewerkschaft RMT hat neue Streiks an mehreren Tagen vor Weihnachten und kurz nach Neujahr angekündigt. Die Streikenden fordern, dass ihre Löhne im Einklang mit der stark gestiegenen Inflation erhöht werden.

( © dpa-infocom, dpa:221124-99-643990/2 (dpa) )