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US-Wahlkampf: Minderjährige verbreiten Fake News für Trump

In den USA ist eine Gruppe aufgeflogen, die für Trump Wahlkampf im Internet betrieben haben soll. Dafür soll sie Geld erhalten haben.

Trump-Aufruf zu doppelter Stimmabgabe: Netzwerke setzen Warnhinweise

Die Onlinenetzwerke Facebook und Twitter haben den Aufruf von US-Präsident Donald Trump zur potenziell illegalen doppelten Stimmabgabe bei den Präsidentschaftswahlen mit distanzierenden Hinweisen versehen.

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Washington. In den USA ist eine Gruppe von Jugendlichen aufgeflogen, die in diversen Sozialen Netzwerken Wahlkampf für Donald Trump betrieben haben sollen. Wie die „Washington Post“ berichtet, arbeiten die zum Teil Minderjährigen für die konservative Jugendorganisation „Turning Point USA“ – und für die Verbreitung von Meldungen sollen sie bezahlt worden sein.

In Phoenix im US-Bundesstaat Arizona sollen die jungen Leute in einem Bürogebäude zahlreiche Tweets, Instagram- und Facebook-Posts abgesetzt haben. Laut Recherchen der US-Zeitung sollen weitere von zu Hause aus gearbeitet haben. Die Jugendlichen posten mit ihren eigenen Accounts, die Wahlkampfaktion machen sie dabei nicht deutlich. Nach Bekanntwerden der Recherche blockierten Facebook und Twitter mehrere Accounts. Lesen Sie auch: Twitter warnt erneut vor Tweet von Donald Trump

Zu den Meldungen gehören zahlreiche Behauptungen, die sich nicht beweisen lassen. „Briefwahl führt zu Wahlbetrug“ und „die Corona-Todeszahlen sind gefälscht“ sind nur einige Beispiele. Laut „Washington Post“ setzten die Jugendlichen innerhalb von vier Wochen mehrere Tausend Posts ab. Dabei sollen sie vor allem auf Posts anderer Nutzer reagiert haben, meist mit dem Ziel, Trump-kritischen Bemerkungen zu widersprechen.

Falschmeldungen verbreitet: Organisation weist Kritik zurück

Ihre Texte entnahmen sie laut Recherchen einem gemeinsamen Dokument. Sie sollen die Anweisung erhalten haben, Anfang und Ende umzuschreiben. Das sollte vertuschen, dass die Texte aus der gleichen Quelle stammten. Auch interessant: US-Wahl 2020 – Die wichtigsten Fragen und Antworten

„Turning Point USA“ wies die Kritik an der Vorgehensweise zurück. Es handele sich um „aufrichtigen Polit-Aktivismus“, hieß es in einer Stellungnahme der Organisation. (dmt)

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