E-Mail-Affäre

US-Justizministerium wird Hillary Clinton nicht anklagen

Das US-Justizministerium erhebt in der E-Mail-Affäre keine Klage gegen Hillary Clinton. Das hat Ministerin Loretta Lynch mitgeteilt.

Die designierte Präsidentschaftskandidatin der Demokraten geriet wegen der Nutzung eines privaten E-Mail-Kontos während ihrer Zeit als Außenministerin zunehmend unter Druck.

Die designierte Präsidentschaftskandidatin der Demokraten geriet wegen der Nutzung eines privaten E-Mail-Kontos während ihrer Zeit als Außenministerin zunehmend unter Druck.

Foto: Michael Reynolds / dpa

Washington.  Das US-Justizministerium wird in der sogenannten E-Mail-Affäre der früheren Außenministerin Hillary Clinton keine Anklagen erheben. Sie akzeptiere eine entsprechende Empfehlung der Bundespolizei FBI, erklärte Justizministerin Loretta Lynch am Mittwoch (Ortszeit) in Washington. Die Ermittlungen sind damit offiziell beendet.

Die amerikanische Bundespolizei FBI hatte am Dienstag trotz vernichtender Kritik am Verhalten Hillary Clintons keine Anklageempfehlung ausgesprochen. Clinton hatte als Außenministerin auch dienstliche E-Mails über private Server und Geräte abgewickelt. Das FBI stellte aber fest, es könne nicht von vorsätzlich kriminellem Verhalten ausgegangen werden.

Affäre ist juristisch beendet, überschattet aber Wahlkampf

Die voraussichtliche demokratische Präsidentschaftskandidatin hatte über Monate gesagt, sie habe nie vertraulich markiertes Material über die kritisierten Server abgewickelt. Die Untersuchung des FBI stellte das exakte Gegenteil fest.

Die Affäre ist nun juristisch beendet, verstärkt im Wahlkampf 2016 aber Clintons Glaubwürdigkeitsprobleme.

Lynch hat die Aufsicht über das FBI und wäre als Chefanklägerin für ein Verfahren zuständig gewesen. Sie war verdächtigt worden, als Demokratin nicht unabhängig zu sein, hatte aber wiederholt klargemacht, der Empfehlung des FBI in jedem Fall folgen zu wollen. (dpa)

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