Rechtspopulisten

FPÖ-Kandidat triumphiert bei Präsidentenwahl in Österreich

Nach einem vorläufigen Ergebnis liegt FPÖ-Kandidat Norbert Hofer weit vor seinen fünf Mitbewerbern. Eine Stichwahl wird dennoch kommen.

Norbert Hofer von der rechtspopulistischen FPÖ ist der Gewinner der ersten Wahlrunde zum Bundespräsidenten.

Norbert Hofer von der rechtspopulistischen FPÖ ist der Gewinner der ersten Wahlrunde zum Bundespräsidenten.

Foto: Filip Singer / dpa

Wien.  Die Rechtspopulisten der FPÖ haben in Österreich bei der Wahl zum Bundespräsidenten einen spektakulären Erfolg erzielt. Das wurde am Sonntagabend durch das vorläufige Endergebnis bestätigt. Danach bekam der FPÖ-Kandidat Norbert Hofer (45) 36,4 Prozent der Stimmen. Ex-Grünen-Chef Alexander Van der Bellen belegte mit 20,4 Prozent Platz zwei. Damit wird es zwischen diesen beiden Kandidaten eine Stichwahl am 22. Mai geben.

Die unabhängige Kandidatin Irmgard Griss erreichte 18,5 Prozent. Bauunternehmer Richard Lugner liegt bei 2,4 Prozent. Das vorläufige Ergebnis berücksichtigt allerdings im Gegensatz zu den Hochrechnungen nicht die rund 640.000 Stimmen der Briefwähler, die erst am Montag ausgezählt werden.

Regierungsparteien werden abgestraft

Ein Debakel wurde die Wahl für die Bewerber der rot-schwarzen Regierung. Rudolf Hundstorfer (SPÖ) und Andreas Khol (ÖVP) kamen nach den Hochrechnungen auf jeweils rund zwölf Prozent. Den Bauunternehmer Richard Lugner wählten demnach etwa 2,5 Prozent. (dpa)