Beschuss

Türkei: 18 Verletzte nach Einschlag von Raketen aus Syrien

Raketen aus Syrien schlagen in der Türkei ein und verletzten zahlreiche Menschen. Unklar blieb zunächst, wer die Geschosse abfeuerte.

Die türkische Stadt Kilis liegt an der Grenze zu Syrien. Im Bild sind die dortigen Unterkünfte syrischer Geflüchteter zu sehen.

Die türkische Stadt Kilis liegt an der Grenze zu Syrien. Im Bild sind die dortigen Unterkünfte syrischer Geflüchteter zu sehen.

Foto: Uygar Onder Simsek / dpa

Istanbul.  In der türkischen Grenzstadt Kilis sind mehrere Raketen aus Syrien eingeschlagen. Insgesamt seien 18 Menschen verletzt worden, berichtete die Nachrichtenagentur DHA am Dienstag. In der Nacht sei die Stadt zunächst von fünf Geschossen getroffen worden, am Morgen seien dann zwei weitere Raketen eingeschlagen.

Von wo die Geschosse abgefeuert wurden, blieb zunächst unklar. Das Gebiet auf syrischer Seite ist in Rebellenhand. Weiter östlich kontrolliert die Terrormiliz Islamischer Staat ein großes Gebiet in Nordsyrien.

Keine Reise von Bundeskanzlerin Merkel nach Kilis

Entgegen der türkischen Erwartungen reist Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Wochenende nicht nach Kilis. Regierungssprecher Steffen Seibert sagte am Montag in Berlin, es gebe keine konkreten Pläne dazu.

Der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoglu hatte vergangene Woche laut Nachrichtenagentur DHA in Ankara mitgeteilt, Merkel werde am 16. April mit anderen führenden europäischen Politikern an der Eröffnung einer Schule und von Krankenhäusern in Kilis teilnehmen. In der Stadt gibt es seit Jahren ein großes Flüchtlingslager. (dpa)