„Panama Papers“

Büros von Anwaltskanzlei Mossack Fonseca in Peru durchsucht

Die Polizei durchsucht die Büros der Kanzlei Mossack Fonseca in Peru. Im Skandal um Briefkastenfirmen steht das Unternehmen im Fokus.

Seinen Hauptsitz hat die Anwaltskanzlei Mossack Fonseca in Panama.

Seinen Hauptsitz hat die Anwaltskanzlei Mossack Fonseca in Panama.

Foto: Joe Raedle / Getty Images

Lima.  Die peruanischen Steuerbehörden haben Ermittlungen wegen der sogenannten Panama Papers aufgenommen. Rund 20 Beamte der Steuerbehörde SUNAT durchsuchten am Montag das Büro der peruanischen Vertretung der Anwaltskanzlei Mossack Fonseca und beschlagnahmten Unterlagen. Die panamaische Kanzlei Mossack Fonseca steht im Zentrum der jüngsten Enthüllungen über Hunderttausende Briefkastenfirmen.

Zu den in den „Panama Papers“ erwähnten Peruanern mit Firmen in Steuerparadiesen zählt ein prominenter Finanzier der Wahlkampagne Keiko Fujimoris. Die rechtspopulistische Kandidatin hatte am Sonntag in der ersten Runde der Präsidentenwahl gesiegt. Der Finanzier wies jede Verbindung zu Mossack Fonseca zurück.

Rund 200.000 Briefkastenfirmen weltweit

Die „Süddeutsche Zeitung“, das Internationale Konsortium investigativer Journalisten (ICIJ) und zahlreiche andere Zeitungen weltweit hatten über gut 200.000 Briefkastenfirmen berichtet, in denen Politiker und Prominente ihr Vermögen geparkt haben sollen. Die Unternehmen wurden den Berichten zufolge zum Teil von Mossack Fonseca gegründet. In Peru veröffentlichte das Nachrichtenportal „Ojo Público“ mit ICIJ die „Panama Papers“. (dpa)

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