Flüchtlingskrise

Österreich will bis Ende Mai Grenzzaun zu Ungarn bauen

Wer von Ungarn ins angrenzende österreichische Nickelsdorf wollte, konnte das bisher ohne Probleme tun. Das soll sich bald ändern.

Nach dem Vorbild des Zaunes im österreichischen Spielfeld an der Grenze zu Slowenien soll eine neu errichtete Barrikade auch von Ungarn kommende Flüchtlinge von der Einreise abhalten.

Nach dem Vorbild des Zaunes im österreichischen Spielfeld an der Grenze zu Slowenien soll eine neu errichtete Barrikade auch von Ungarn kommende Flüchtlinge von der Einreise abhalten.

Foto: Marija Kanizaj / dpa

Wien.  Österreich will bis Ende Mai einen Zaun an der Grenze zu Nachbarland Ungarn hochziehen, um die Zahl einreisender Flüchtlinge zu reduzieren. Wie eine Sprecherin von Innenministerin Johanna Mikl-Leitner der österreichischen Tageszeitung „Kurier“ mitteilte, sei die genaue Länge des Zaunes zum europäischen Nachbarn zwar noch offen. Laut dem Blatt rechne man in Ministerienkreisen aber mit einem ungefähr 30 Kilometer langen Zaun, der zwischen dem österreichischen Grenzort Nickelsdorf und Heiligenkreuz errichtet werden soll. Einige Firmen hätten bereits ihr Interesse bekundet, den Zaun bauen zu wollen.

Hintergrund ist, dass Österreichs Innenministerin damit rechnet, dass nach dem Schließen der Balkanroute wieder mehr Flüchtlinge versuchen würden, über Ungarn ins Land zu kommen. „Der Fokus der Polizei liegt vor allem in den nächsten Wochen auf der Ostregion, sprich an der burgenländisch-ungarischen Grenze“, sagte Mikl-Leitner dem ORF-Radio. Ähnlich äußert sich auch der Landeshauptmann des betreffenden Bundeslandes Burgenland, Hans Niessl. Da der Zaun an der serbisch-ungarische Grenze „löchrig“ sei, werde sich die Schleppersituation dem „Kurier“ zufolge erneut zuspitzen. (bekö)