Terrormiliz

US-Kreise: Berater von IS-Chef womöglich in Syrien getötet

Der IS hat möglicherweise einen seiner Anführer verloren. US-Militärs halten es für möglich, Abu Omar al-Schischani getötet zu haben.

Eine IS-Parade in Raqqa, der Hochburg der Terrormiliz. Hier könnte laut US-Militärs Abu Omar al-Schischani bei einem Luftangriff getötet worden sein.

Eine IS-Parade in Raqqa, der Hochburg der Terrormiliz. Hier könnte laut US-Militärs Abu Omar al-Schischani bei einem Luftangriff getötet worden sein.

Foto: imago stock&people / imago/ZUMA Press

Washington.  In Syrien ist nach Informationen aus US-Kreisen möglicherweise ein hochrangiger Kommandeur des Islamischen Staates (IS) getötet worden. Der als Kriegsminister der Extremistenmiliz geltende Abu Omar al-Schischani könnte bei einem Luftangriff der US-geführten Streitkräfte ums Leben gekommen sein, sagten mehrere US-Regierungsvertreter am Dienstag. Sicher sei dies allerdings noch nicht. Eine offizielle Bestätigung blieb zunächst aus.

„Omar, der Tschetschene“

Der Mann gilt als enger Militärberater von IS-Chef Abu Bakr al-Baghdadi und gehört zu den am meisten gesuchten IS-Anhängern. Der für seinen langen roten Bart bekannte al-Schischani wird auch „Omar, der Tschetschene“ genannt. Er wurde 1986 als Tarchan Tajumurasowitsch Batiraschwili im heutigen Georgien geboren.

Das US-Verteidigungsministerium stuft al-Schischani als hochrangigen IS-Kommandeur ein. Er soll sich in Raqqa, der Hochburg der Miliz, aufgehalten haben. In der Nähe soll er das Kommando über ein Gefängnis des IS geführt haben, in dem möglicherweise ausländische Geiseln festgehalten wurden. Den US-Kreisen zufolge könnte al-Schischani bei einem Angriff am Freitag ums Leben gekommen sein, bei dem er als Ziel galt. Die Auswertung des Einsatzes dauere aber noch an, hieß es. (rtr)