Ermittlungsverfahren

Sarkozy will nicht auf Präsidentschaftskandidatur verzichten

Nicolas Sarkozy will im kommenden Jahr offenbar trotz eines laufenden Ermittlungsverfahrens gegen ihn französischer Präsident werden.

Die Pariser Staatsanwaltschaft wirft dem konservativen Politiker Nicolas Sarkozy vor, gegen das französische Wahlkampfgesetz verstoßen zu haben.

Die Pariser Staatsanwaltschaft wirft dem konservativen Politiker Nicolas Sarkozy vor, gegen das französische Wahlkampfgesetz verstoßen zu haben.

Foto: Guillaume Horcajuelo / dpa

Paris.  Die aktuellen Ermittlungen gegen Nicolas Sarkozy halten den Ex-Präsidenten laut seinem Rechtsanwalt nicht davon ab, seine Kandidatur auf die Präsidentschaft 2017 aufrechtzuerhalten. „In einem Ermittlungsverfahren zu stecken, hindert nicht daran, Kandidat für die Präsidentschaftswahl zu sein“, sagte Thierry Herzog am Mittwoch dem französischen TV-Sender Europe 1. Herzog und sein Mandant waren in Erklärungsnot geraten. Denn Sarkozy, der Vorsitzende der konservativen Oppositions-Partei „Die Republikaner“, soll als Präsidentschaftskandidat im Jahr 2012 die Obergrenze bei der Wahlkampffinanzierung überschritten haben.

Die Staatsanwaltschaft in Paris hatte am Dienstagabend Ermittlungen wegen illegaler Wahlkampffinanzierung gegen Sarkozy eröffnet. Hintergrund ist die sogenannte Affäre Bygmalion, bei der es um fiktive Rechnungen an eine Kommunikationsagentur dieses Namens bei der Finanzierung von Sarkozys letztlich erfolgloser Wahlkampagne 2012 geht. Ziel soll gewesen sein, bei den Wahlkampfkosten unter der Obergrenze von 22,5 Millionen Euro zu bleiben. (dpa)