Uno

Sicherheitsrat verurteilt Nordkoreas Raketenstart scharf

Nach dem Raketenstart Nordkoreas hat der UN-Sicherheitsrat neue Sanktionen angekündigt. Das Land hatte weltweit Empörung ausgelöst.

Die UN-Botschafterin der Vereinigten Staaten, Samantha Power, mit dem japanischen Botschafter Motohide Yoshikawa.

Die UN-Botschafterin der Vereinigten Staaten, Samantha Power, mit dem japanischen Botschafter Motohide Yoshikawa.

Foto: Jason Szenes / dpa

New York.  Der UN-Sicherheitsrat hat den neuen Raketenstart Nordkoreas scharf verurteilt. Das Gremium bereite nun eine weitere Resolution gegen das kommunistische Land vor, kündigte der amtierende Vorsitzende Rafael Ramirez aus Venezuela am Sonntag nach einer Sondersitzung des Rates in New York an. Nordkorea stelle eine ernsthafte Gefahr für den internationalen Frieden dar. Ein genauer Termin für die neue Resolution stehe aber noch nicht fest, betonten mehrere UN-Botschafter übereinstimmend.

13.000 Kilometer Reichweite

Eine Trägerrakete habe den „neu entwickelten Erdbeobachtungssatelliten Kwangmyongsong-4 (leuchtender Stern) erfolgreich auf seine Erdumlaufbahn gebracht“, verkündete am Sonntag die nordkoreanische Raumfahrtbehörde. Die Weltgemeinschaft sieht dies als verdeckten Test einer Langstrecken-Atomrakete, die in Alaska sogar US-Territorium erreichen könnte. Das südkoreanische Militär schätzte die Reichweite der Trägerrakete auf bis zu 13.000 Kilometer. Der südkoreanische Geheimdienst erklärte laut Yonhap aber auch, dass der ausgesetzte Satellit wohl nur 200 Kilogramm Gewicht und kaum Nutzen habe.

Südkorea kündigte noch am Sonntag Gespräche mit den USA über die Stationierung amerikanischer Abfangraketen des Typs THAAD in Südkorea an. China und Russland sind gegen die Aufstellung solcher US-Raketen in ihrer Nachbarschaft. (dpa)