Kommentar

Obama ist im Kampf für schärfere Waffengesetze gescheitert

Der Kampf von US-Präsident Barack Obamas hat den Verkauf von Schusswaffen in den USA nicht eingedämmt – sondern aeher noch gefördert.

Noch nie hat sich ein amerikanischer Präsident so sehr für schärfere Waffengesetze starkgemacht wie Barack Obama.

Noch nie hat sich ein amerikanischer Präsident so sehr für schärfere Waffengesetze starkgemacht wie Barack Obama.

Foto: Kamil Krzaczynski / dpa

Washington.  Nie hat sich ein amerikanischer Präsident so nachdrücklich um die Verschärfung der laxen Waffengesetze bemüht wie Barack Obama. Und nie ist ein Staatsoberhaupt damit so umfassend gescheitert wie er. Historiker werden im Rückblick einmal zu bilanzieren haben: Obamas Windmühlen-Kampf gegen die Flut von Schusswaffen hat deren Produktion und Verkauf in den Vereinigten Staaten nicht eingedämmt – sondern massiv befördert.

Nach jedem Massaker, das Obama seit 2009 nutzte, um das Land gegen die ignorante Sturheit von Waffen-Lobby und Republikanern auf einen Kurs der Vernunft einzuschwören, stimmte Amerika mit den Füßen ab. Und stiefelte ins nächste Waffengeschäft.

Torschlusspanik vor dem Ende der Amtszeit

Obama will die Seuche der Waffengewalt lindern, die jedes Jahr in den USA statistisch eine Kleinstadt von 33.000 Einwohnern ausradiert. Der ehrenvolle Versuch des Präsidenten, per Erlass an Mini-Stellschrauben zu drehen, wirkt wie Kosmetik und politische Torschlusspanik kurz vor dem Ausscheiden aus dem Amt.

Selbst der gründlichste Hintergrundcheck, der künftig alle Waffenkäufer auf eventuelle Vorstrafen oder psychische Erkrankungen hin durchleuchten soll, ändert nichts am verheerenden Status quo. Amerika hat so viele Waffen wie Einwohner – rund 320 Millionen.

Darum, und nur darum, rangiert das Land in der Statistik der Schusswaffenofer stets auf den vorderen Rängen. Die dazu passenden Vokabeln sind ebenso abgenutzt wie treffend. Wahnsinn. Irrsinn. Furchtbar.

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