Online-Petition

150.000 Briten fordern Einreiseverbot für Donald Trump

| Lesedauer: 2 Minuten
Findet sich ganz gut, hat in der Welt aber immer weniger Freunde: US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump.

Findet sich ganz gut, hat in der Welt aber immer weniger Freunde: US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump.

Foto: JONATHAN DRAKE / REUTERS

Tausende Briten wollen Donald Trump nicht im Land haben – und unterschrieben eine Online-Petition. Nun muss das Parlament reagieren.

London.  Der US-Präsidentschaftsbewerber Donald Trump sorgt mit seinen muslimfeindlichen Äußerungen auch im Ausland für einen Aufschrei der Empörung. Bis Mittwochnachmittag unterstützten mehr als 150.000 Briten eine Online-Petition, die ein Einreiseverbot nach Großbritannien für den Republikaner fordert. Zeitweise kamen stündlich Zehntausende weitere Unterschriften dazu, wie es auf der Webseite des britischen Parlaments heißt.

Der umstrittene Milliardär, dem unter anderem zwei Golfplätze in Schottland gehören, hatte Anfang der Woche gefordert, Muslimen generell die Einreise in den USA zu untersagen. Dafür erntete er in seiner Heimat scharfe Kritik, teils auch aus den eigenen Reihen.

Der britische Finanzminister George Osborne sprach sich zwar umgehend gegen ein Einreiseverbot für Trump aus. Großbritannien hat allerdings wiederholt Personen nicht ins Land gelassen mit dem Argument, sie würden gesellschaftliche Spannungen provozieren. Diese Begründung eines „nicht akzeptablen Verhaltens“ müsse nun auch auf Trump angewandt werden, heißt es in der Petition.

Britisches Parlament muss sich mit der Petition beschäftigen

Außerdem sorgte Trump mit Äußerungen über die Londoner Polizei für Unmut auf der Insel. Trump hatte behauptet, die Beamten der englischen Hauptstadt hätten zum Teil Angst um ihr Leben, weil Teile von London so radikalisiert seien. Premierminister David Cameron hatte relativ nüchtern erklären lassen, dass er das komplett anders sehe, während Boris Johnson etwas deutlicher wurde: Trumps Aussagen seien „kompletter, himmelschreiender Nonsens“, sagte Londons Bürgermeister. Und fügte hinzu: „Der einzige Grund dafür, dass ich nicht in einige Teile von New York gehen würde, ist das Risiko, auf Donald Trump treffen zu können.“

In Großbritannien muss sich das Parlament mit dem Inhalt einer Petition beschäftigen, wenn sie mehr als 100.000 Unterschriften erhalten hat. Trump hatte das von ihm geforderte Einreiseverbot mit dem Attentat eines muslimischen Paares in Kalifornien gerechtfertigt, bei dem 14 Menschen erschossen wurden. (ba/dpa/rtr)

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