Prognose

Daniel Cioli bei Präsidentenwahl in Argentinien vorn

Umfragen nach der Wahl in Argentinien sehen den Regierungskandidaten Daniel Scioli vorn. Offen ist, ob es eine Stichwahl gibt.

Daniel Cioli könnte Nachfolger der bisherigen Präsidentin Cristina Kirchner werden. Er liegt in ersten Umfragen vorn.

Daniel Cioli könnte Nachfolger der bisherigen Präsidentin Cristina Kirchner werden. Er liegt in ersten Umfragen vorn.

Foto: MARTIN ACOSTA / REUTERS

Buenos Aires.  Daniel Scioli, der Kandidat der Regierungspartei in Argentinien, liegt Fernsehberichten zufolge bei der Präsidentenwahl deutlich vorn. Es war jedoch unklar, ob Scioli noch in eine Stichwahl muss.

Der argentinische Sender C5N berichtete dennoch von einem "großen Vorsprung" Sciolis vor seinem engsten Verfolger, dem liberal-konservativen Bürgermeister der Hauptstadt Buenos Aires, Mauricio Macri. Dieser erklärte, er rechne mit einer zweiten Runde.

Um bereits im ersten Durchgang als Sieger festzustehen, benötigt ein Kandidat mindestens 45 Prozent der Stimmen oder 40 Prozent mit einem Vorsprung von zehn Prozentpunkten vor dem nächstbesten Kandidaten. Amtsinhaberin Cristina Kirchner durfte nach zwei aufeinanderfolgenden Amtszeiten nicht mehr antreten.

Mit der Wahl geht eine Ära zu Ende. Nach zwölf Jahren "Kirchnerismo" wird kein Kirchner mehr an der Spitze der drittgrößten Volkswirtschaft Lateinamerikas stehen. Zunächst war dort Nestor Kirchner Präsident, nach dessen Tod für acht Jahre seine Frau Cristina. Sie legte umfangreiche Sozialprogramme auf und führte Währungs- sowie Handelskontrollen ein. Dies brachte ihr vor allem bei den Ärmsten hohe Zustimmungswerte.