Ukraine

Präsident Poroschenko legt Friedensplan mit 14 Punkten vor

Dem Bericht eines TV-Senders zufolge sieht ein Friedensplan des Präsidenten unter anderem die Entwaffnung von Milizen und „Dezentralisierung der Macht“ vor. In der Nacht gab es erneut Tote.

Foto: SERGEI SUPINSKY / AFP

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hat einem Medienbericht zufolge am Freitag einen Friedensplan mit 14 Punkten für den Osten des Landes vorgelegt. Dieser sehe unter anderem die „Entwaffnung“ von Milizen sowie eine „Dezentralisierung der Macht“ im Land vor, berichtete der private Fernsehsender Inter TV in seinem Internetauftritt. Zudem sollen demnach prorussische Separatisten, die keine „schweren Verbrechen“ begangen haben, straffrei ausgehen. Auch werde in dem Plan ein „Korridor für russische und ukrainische Söldner“ zum Verlassen der Krisenregion angekündigt.

Zuvor hatte Poroschenko erneut telefonisch mit seinem russischen Kollegen Wladimir Putin über seinen Friedensplan beraten. Demnach erläuterte er seine „Schlüsselpositionen und den Zeitplan“, während Putin seinerseits „eine Reihe von Hinweisen“ gab und unter anderem „das sofortige Ende des Militäreinsatzes“ gegen prorussische Separatisten im Osten der Ukraine forderte. Poroschenko ließ mitteilen, er zähle auf die Unterstützung Moskaus.

Die ukrainische Armee kämpft im Osten des Landes seit Wochen gegen prorussische Separatisten, die eine Abspaltung von der Ukraine fordern. Bislang wurden in dem Konflikt mindestens 360 Menschen getötet.

Ukraine meldet zahlreiche Tote nach Gefechten im Osten

Bei neuen Gefechten in der Ostukraine sind in der Nacht zum Freitag zahlreiche Kämpfer ums Leben gekommen. Die ukrainische Armee meldete sieben Tote und 30 Verletzte in den eigenen Reihen und sogar 300 getötete Rebellen. Die Angaben waren aber nicht sofort zu überprüfen. Ort der Kämpfe war das Dorf Jampil, wie der Sprecher der ukrainischen Kräfte im Osten, Wladislaw Selesnow, am Freitag sagte.