Ukraine-Liveticker

„Weg zur Kompromissen ist seit letzter Nacht versperrt“

Vitali Klitschko ruft die Demonstranten nach den Übergriffen der Polizei zum Durchhalten auf. Eine Einigung mit der Regierung werde es jedenfalls nicht geben. Die Lage in der Ukraine im Liveticker.

HIER geht es zur mobilen Version des Tickers

Die ukrainische Polizei lockert die Umzingelung der Regierungsgegner in Kiew und hat sich am Mittwochvormittag vom zentralen Unabhängigkeitsplatz (Maidan) zurückgezogen. Mehrere Einheiten räumten Positionen auf dem Platz, auf dem die Demonstranten seit Tagen kampieren.

Mit der Platzbesetzung protestieren sie gegen die von Präsident Viktor Janukowitsch betriebene Hinwendung zu Russland zu Lasten einer stärkeren Anbindung an die Europäische Union. Die Polizisten zogen sich auch vor Regierungsgebäuden zurück, die von Oppositionellen besetzt sind. Damit änderten die Sicherheitskräfte ihre Taktik, nachdem sie in der Nacht zum Mittwoch auf den Unabhängigkeitsplatz vorgedrungen waren und das besetzte Kiewer Rathaus gestürmt hatten.

Innenminister Vitali Sachartschenko hat angekündigt, dass die Demonstrationen nicht gewaltsam aufgelöst werden sollen. „Ich möchte, dass jeder Ruhe bewahrt“, erklärte er an die Adresse der Demonstranten. „Es wird keine Erstürmung des Platzes geben. Niemand wird ihr Recht auf friedliche Proteste verletzen.“

Polen hatte als erste westliche Macht auf das Vorgehen gegen die Demonstranten in der Nacht reagiert und den ukrainischen Botschafter in Warschau einbestellt. Dem Gesandten seien die Sorgen über den Einsatz der Polizei gegen friedliche Demonstranten mitgeteilt worden, teilte das polnische Außenministerium mit.