Angriff

Keine Abwehr – Raketen treffen Israels Badeort Eilat

Das Abwehrsystem der Israelis hat gegen zwei Raketen versagt, die am Mittwoch im Süden des Landes einschlugen. ANgeblich soll es keine Schäden gegeben haben. Die Geschosse kamen aus Ägypten.

Foto: STRINGER / REUTERS

Zwei Raketen sind am Mittwoch auf ein freies Feld des israelischen Badeorts Eilat eingeschlagen. Verletzte oder Schäden habe es nicht gegeben, sagte der Bürgermeister der Stadt, Meir Jizhak Halevi, im Armee Radio. Die Geschosse seien offensichtlich von der ägyptischen Halbinsel Sinai abgefeuert worden.

Polizeisprecher Micky Rosenfeld sagte, als Vorsichtsmaßnahme sei der Flughafen von Eilat geschlossen worden. Kampfmittelräumer seien zu den Einschlagsorten unterwegs, um sie zu inspizieren.

Der Vorfall dürfte Sorgen in Israel über chaotische politische Zustände auf der Halbinsel schüren, wo militante Islamisten seit dem Sturz des langjährigen Machthabers Husni Mubarak 2011 immer mehr an Macht gewonnen haben. Auf dem Sinai durchsuchten ägyptische Sicherheitskräfte den Grenzbereich. Bisher gebe es aber keine Hinweise, dass die Raketen von Ägypten aus abgefeuert worden seien, hieß es aus Kreisen.

Vor zwei Wochen – rechtzeitig zu einem Ferientermin – hatte Israel eine Raketenabwehr-Batterie des System „Iron Dome“ („Eiserner Dom“) nach Eilat gebracht. Das System habe aber aus „operativen Gründen“ die Raketen nicht abgefangen, sagte eine Militärsprecherin am Mittwoch, ohne nähere Angaben zu machen. Der Angriff ereignete sich einen Tag nach dem 65. Geburtstag Israels. Viele Israelis verbringen ihre Ferien in dem Badeort.

Ägypten bestritt, dass die Raketn von seinem Staatsgebiet abgeschossen worden seien. Auf einschlägigen Islamisten-Seiten im Internet behauptete die Gruppe Schura-Rat der Mudschahedin, sie habe die Raketen vom Typ „Grad“ als Vergeltung für den Tod des palästinensischen Häftings Maisara Abu Hamdi und wegen des israelischen Vorgehens gegen palästinensische Demonstranten im Westjordanland abgeschossen. Die Mitteilung enthielt keine Angaben über den Abschussort.

Zuletzt waren im November Raketen auf den Ort am Roten Meer abgeschossen worden. Dem Armee Radio zufolge gab es auch Berichte über zwei Raketen auf die benachbarte jordanische Küstenstadt Akaba. Ein Sprecher des jordanischen Zivilschutzes wies das aber zurück.