Sparpaket

Jugendliche randalieren in Spanien

Generalstreik in Spanien - Proteste gegen die Arbeitsmarktreform sind in Gewalt umgeschlagen. Dutzende Randalierer wurden festgenommen.

Am Rande von Demonstrationen anlässlich des Generalstreiks in Spanien ist es in Barcelona am Donnerstagabend zu Ausschreitungen gekommen. Die Polizei habe eingreifen und Gummigeschosse einsetzen müssen, teilte die regionale Abteilung des Innenministeriums mit.

Bilder des katalanischen Fernsehens zeigten mehrere Gruppen Jugendlicher, die Mülltonnen anzündeten und die Beamten bewarfen, demnach gingen auch Schaufensterscheiben zu Bruch.

Schätzungen der Gewerkschaften zufolge gingen am Donnerstag landesweit rund 800.000 Menschen anlässlich des Streiks aus Protest gegen die Arbeitsmarktreform der Regierung auf die Straße. Allein in der Hauptstadt Madrid demonstrierten 100.000 Menschen. Für den Abend waren in mehreren Städten des Landes Großdemonstrationen geplant.

Zu Zwischenfällen kam es außer in Barcelona, wo sich die Gewerkschaften von den Randalierern distanzierten, auch in Madrid selbst, in Sevilla und in Vitoria. Insgesamt wurden nach Angaben des Innenministeriums 176 Menschen festgenommen sowie 58 Polizisten und 46 Demonstranten verletzt.

Das spanische Kabinett will am Freitag den Etat für das Jahr 2012 beschließen. Die Proteste richten sich gegen die Sparpolitik und die Arbeitsmarktreform der Regierung. Während diese betont, die Reform werde die Einstellung von Beschäftigten erleichtern, fürchten die Gewerkschaften, die Maßnahmen könnten die Lage noch verschlimmern.