Afghanistan

Nato-Hubschrauber stürzt in Kabuler Wohnhaus

Bei dem Absturz eines Militärhubschraubers in Kabul sind zwölf Soldaten und mehrere Zivilisten getötet worden. Möglich sei ein "Unfall bei einer Notlandung".

Beim Absturz eines türkischen Nato-Hubschraubers sind in Afghanistan zwölf Soldaten und zwei Zivilisten getötet worden. Der Helikopter stürzte nach Polizeiangaben am Vormittag aus noch ungeklärter Ursache in ein Haus nahe der Hauptstadt Kabul und fing Feuer. Die Nato schloss nach ersten Erkenntnissen einen Angriff als mögliche Absturzursache aus.

Bei den beiden getöteten Zivilisten handelte es sich um zwei Frauen, die an der Unglücksstelle lebten, wie das Innenministerium in Kabul mitteilte. Die Insassen des Hubschraubers vom Typ Sikorsky stammten aus der Türkei.

Die Trümmerteile sollen nun genau untersucht werden, um die Unglücksursache zu klären. Der türkische Außenminister Ahmet Davutoglu sprach von einem möglichen „Unfall bei einer Notlandung“. Die Nato-Truppe Isaf schloss ihrerseits einen Angriff vorerst aus. Erste Hinweise deuteten darauf hin, dass es zum Absturzzeitpunkt „keine Feindesaktivität“ gegeben habe, erklärte sie.

Die Türkei ist mit 1850 Soldaten am internationalen Afghanistan-Einsatz beteiligt. In Kabul führen die türkischen Truppen das dortige Regionalkommando.

( AFP/jm )

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