"Invasion westlicher Kultur"

Iran verbietet Verkauf von Barbie-Puppen

Für das iranische Regime sind Barbie-Puppen ein "Symbol unmoralischer westlicher Kultur". Alle Spielzeugverkäufer wurden angewiesen, die Puppen aus den Regalen zu verbannen.

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Irans Sittenwächter gehen gegen den Verkauf von Barbie-Puppen vor. Die Polizei schloss Dutzende Geschäfte, die die blonde, langbeinige Puppe verkauft haben, wie die Nachrichtenagentur Mehr berichtete.

Barbie ist nach Meinung der iranischen Polizei ein „Symbol unmoralischer westlicher Kultur“. Alle Inhaber von Spielzeuggeschäften wurden angewiesen, die Puppen aus ihren Regalen zu verbannen.

Bereits in den 1990er-Jahren hatte das staatliche Institut für die intellektuelle Entwicklung von Kindern Barbie-Puppen verboten. Ohne Erfolg.

Als islamische Alternative zu Barbie und Ken kam das Geschwisterpaar Sara und Dara auf den Markt – brünett, konservativ gekleidet und mit Kopftüchern ausgestattet. Doch Sara und Dara eroberten weder die Herzen der iranischen Kinder noch konnten sie den Verkauf von Barbie-Puppen stoppen.

Seit drei Jahrzehnten kämpft das iranische Regime gegen das, was es „die Invasion der westlichen Kultur“ nennt. Dazu gehören vor allem Filme, Musik, Haarschnitte und Kleidung. Allerdings gibt es Raubkopien auf dem Schwarzmarkt. Auch westliche Mode konnten die Wächter nicht ganz aus der Gesellschaft verbannen.