EU-Gipfel

Dänemark übernimmt EU-Ratspräsidentschaft

Foto: AFP

Dänemark übernimmt turnusgemäß die EU-Ratspräsidentschaft. Zu den Herausforderungen der Präsidentschaft zählt vor allem der Umgang mit der anhaltenden Euro-Schuldenkrise.

Dänemark hat zum neuen Jahr um Mitternacht von Polen die Ratspräsidentschaft der Europäischen Union übernommen. Die erst vor drei Monaten gewählte Regierungschefin Helle Thorning-Schmidt hat die heikle Aufgabe, die Union durch die Euro-Krise zu führen.

Dänemark fällt unter die zehn Nicht-Euro-Länder der insgesamt 27 EU-Mitgliedsstaaten. Die Dänen hatten in zwei Volksabstimmungen den Beitritt zur Euro-Zone abgelehnt. Thorning-Schmidt hat die Euro-Rettung aber zu ihrer Hauptaufgabe erklärt.

Die europaorientierte Regierungschefin will zudem Brücken der Euro-Länder zu den euroskeptischen Briten bauen. Ihr hilft dabei ihre Erfahrung als Europa-Abgeordnete in der Zeit von 1999 bis 2005.

Besondere Ereignisse zur Übergabe des Vorsitzes sind vorerst nicht geplant. Für den 11. Januar ist mit der Ankunft der Vertreter der EU-Kommission allerdings eine Eröffnungszeremonie vorgesehen. Neben der Euro-Krise will sich Dänemark auf die Förderung erneuerbarer Energien konzentrieren sowie auf neue Handelsmöglichkeiten für europäische Unternehmen. Auch die Verbesserung der Grenzkontrollen in der EU zählen zu den Schwerpunkten des dänischen Ratsvorsitzes.

( AFP/dpa/mim )

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