Milliardendeal

Vereinigte Arabische Emirate kaufen US-Abfangraketen

Erst Saudi-Arabien, jetzt die Vereinigten Emirate: Die USA rüsten ihre Verbündeten am Golf auf. Derweil will der Iran Langstreckenraketen testen.

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Die USA haben einen Vertrag mit den Vereinigten Arabischen Emiraten über die Lieferung von Abfangraketen bekannt gegeben. Das Milliarden-Abkommen sieht die Lieferung von zwei Werferbatterien mit 96 Raketen sowie Radaranlagen und Ausbildung vor. Das berichtete der Nachrichtensender CNN am Samstag. Die USA modernisieren auch die Abfangraketensysteme Kuwaits und Saudi-Arabiens.

Der Iran will demnächst Raketen mit einer Reichweite von 2000 Kilometern testen. Nach iranischen Drohungen mit der Schließung der Meerenge von Hormus für den Ölhandel sind die Spannungen am Persischen Golf gestiegen. Die USA wollen den Handelsweg notfalls militärisch offenhalten.

Der Wert des am 1. Weihnachtstag geschlossenen Vertrages liegt bei 3,48 Milliarden Dollar (2,7 Milliarden Euro). Die Raketen des Typs THAAD (Terminal High Altitude Area Defense) wurden für das Abfangen ballistischer Kurz- und Mittelstreckenraketen entwickelt. Sie tragen keinen Sprengsatz, sondern zerstören die angreifende Rakete mit der Wucht ihres Aufpralls.

Die THAAD-Raketen werden von Fahrzeugen aus abgefeuert und können dem Hersteller Lockheed Martin zufolge Raketen innerhalb wie außerhalb der Atmosphäre abfangen. Die dazu gehörenden Radarsysteme werden von Raytheon geliefert.

Erst am Donnerstag hatten die USA die Lieferung von 84 Kampfjets an Saudi-Arabien bekanntgegeben.