Nahe Beirut

Mysteriöser Tod eines US-Journalisten im Libanon

Ein US-Journalist ist im Zentrallibanon ums Lebens gekommen. Die Umstände seines Todes sind ungeklärt. Möglicherweise sind CIA und Hisbollah in den Fall verwickelt.

Foto: WON

Im Libanon ist ein US-amerikanischer Journalist mehrere Tage nach seinem Verschwinden tot aufgefunden worden.

Dies berichten libanesische Fernsehsender unter Berufung auf Sicherheitskreise. Der 33-jährige US-Amerikaner John Redwine aus Iowa war am Samstag nicht von einem Ausflug zurückgekehrt.

Libanesische Militäreinheiten hatten daraufhin eine Suchaktion mit zwei Hubschraubern und Spürhunden gestartet. Das Auto des Journalisten war in der Nähe der Ortschaft Baskinta nördlich der Hauptstadt Beirut gefunden worden.

Unfall oder Überfall?

Wie libanesische Medien am Dienstag berichteten, wurde nun der Leichnam von John Redwine entdeckt. Ob der Journalist Opfer eines Überfalls wurde, bei einem Unfall oder durch eine Krankheit starb, ist noch unklar.

Redwine, der als freischaffender Journalist seit Jahren in der libanesischen Hauptstadt Beirut lebte, hatte in den vergangenen Monaten über die politische Entwicklungen im Libanon und in Syrien berichtet.

Der Tod des Journalisten kommt nur wenige Tage nachdem die libanesische Hisbollah-Miliz ein CIA-Spionage-Netzwerk im Libanon aufgedeckt haben will. Dies war Inhalt einer Fernsehdokumentation.

Demzufolge hatten die Islamisten der Hisbollah eine Vielzahl mutmaßlicher Geheimdienst-Informanten enttarnt, die für die CIA und israelische Geheimdienste spioniert haben sollen.