Abkommen

Syrien will arabische Beobachter ins Land lassen

Das Regime in Damaskus gibt dem Druck nach: Syrien hat ein Abkommen der Arabischen Liga unterzeichnet, mit dem die Gewalt im Land beendet werden soll. Dabei soll eine internationale Beobachtermission den Abzug der Armee in den Protesthochburgen überwachen.

Foto: dapd / dapd/DAPD

Neun Monate nach Beginn der Proteste gegen Staatschef Baschar al-Assad lässt Syrien eine internationale Beobachtermission ins Land. Regime von Präsident Baschar al-Assad hat einem entsprechenden Plan der Arabischen Liga zugestimmt, der ein Ende der Gewalt in Syrien zum Ziel hat. Das bestätigte das Außenministerium in Damaskus. Die syrische Regierung hatte den stellvertretenden Außenminister Faisal Mekdad nach Kairo geschickt, um ein entsprechendes Protokoll zu unterzeichnen. Dieses Dokument soll unter anderem die Details einer arabischen Beobachtermission in Syrien regeln.

Das Regime in Damaskus hatte den Plan ursprünglich abgelehnt. Danach hatte Assad so viele Änderungen an dem Dokument verlangt, dass die Araber schließlich die Geduld verloren. Das Protokoll sieht unter anderem eine Überwachung des Abzugs der Armee aus den Protesthochburgen Homs, Deir as-Saur, Daraa, Idlib und Hama vor.

In Tunesien tagt seit dem Wochenende der von der Opposition gegründete Syrische Nationalrat. Er unterstützt die Forderung der Protestbewegung nach einem Rücktritt Baschar al-Assads und der Spitzenfunktionäre seines Sicherheitsapparats. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen hat die gewaltsame Niederschlagung der Proteste, die im März begonnen hatten, bereits mehr als 5000 Menschen das Leben gekostet. Am Montag starben nach Angaben von Aktivisten elf Zivilisten.