US-Militärgeheimnisse

Iran verweigert Herausgabe der Aufklärungsdrohne

US-Präsident Barack Obama hat vom Iran offiziell die Rückgabe der vorvergangene Woche abgeschossenen US-Aufklärungsdrohne verlangt. Doch der Iran denkt gar nicht daran, den Flugroboter zurückzugeben und fordert stattdessen eine Entschuldigung von den USA.

Der Iran will eine abgestürzte US-Aufklärungsdrohne nicht an die Vereinigten Staaten zurückgeben. Der iranische Verteidigungsminister General Ahmad Wahidi sagte nach einem Bericht der halbamtlichen Nachrichtenagentur Mehr vom Dienstag, die USA sollten sich dafür entschuldigen, in den iranischen Luftraum eingedrungen zu sein, statt die Drohne zurückzufordern.

„Präsident Obama sollte nicht vergessen, dass der iranische Luftraum durch die Drohne klar und deutlich verletzt wurde und die USA sich in erster Linie dafür entschuldigen sollten“, sagte der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Ramin Mehmanparast, am Dienstag.

Das Staatsfernsehen hatte Aufnahmen der Drohne vom Typ RQ-170 Sentinel gezeigt. Das Spionageflugzeug sei durch einen elektronischen Angriff im Osten des Landes vom Himmel geholt worden, hieß es.

Obama hatte zuvor die Forderung nach Rückgabe der Drohne bekräftigt. „Wie bereits deutlich gemacht, wir haben sie zurückgefordert“, sagte er am Montag in Washington. „Wir werden sehen, wie die Iraner reagieren“, fügte er bei einer Pressekonferenz mit dem irakischen Ministerpräsidenten Nuri al-Maliki hinzu.

„Wir fragen Herrn Obama, wie er und die USA darauf reagiert hätten, falls eine Spionage-Drohne ihr Luftraum verletzt hätte“, sagte der iranische Ministeriumssprecher. Mehmanparast fügte hinzu, dass der Iran mit der abgefangenen Drohne die Amerikaner vor der ganzen Welt erniedrigt habe.