Aufklärungsflugzeug

Iran will US-Drohne behalten und technisch ausbeuten

Die Regierung in Teheran will den ferngesteuerten Flugroboter für Einblicke in US-Technik ausbeuten. Außerdem fordern die Revolutionsgarden Wiedergutmachung von den USA.

Iran will die angeblich durch eine Cyberattacke abgefangene US-Drohne behalten und sie für Einblicke in die geheime Technik ausbeuten. „Wir werden die US-Spionage-Drohne untersuchen und analysieren, um zu sehen, inwiefern sie unser technisches Know-how voranbringen kann“, sagte Hossein Salami, Brigadegeneral der Revolutionsgarden.

Den USA warf er Verletzung des iranischen Luftraums und damit einen feindlichen Akt vor. „Die USA können aber mit geeigneten Maßnahmen diesen aggressiven Schritt wiedergutmachen“, sagte Salami. Was genau er fordert, ließ er offen.

Teheran unterstellt Spionage-Angriff

Teheran will den ferngesteuerten Flugroboter Anfang Dezember zur Landung gezwungen haben, als dieser über der iranischen Stadt Kaschmar unterwegs war. Die Nato spricht dagegen von einem unbemannten US-Aufklärungsflugzeug, das bei einem Einsatz über dem Westen Afghanistans verloren gegangen sei. Kaschmar liegt rund 225 Kilometer von der afghanischen Grenze entfernt.

„Die Drohne gehörte nicht dem US-Verteidigungsministerium, sondern dem amerikanischen Geheimdienst“, sagte Salami. Teheran behauptet, die Drohne sei für Spionage eingesetzt worden.

Das iranische Fernsehen hatte am Donnerstag erstmals Bilder der Drohne gezeigt, die den Angaben zufolge nur kleinere Schäden aufwies. US-Experten zeigten sich jedoch uneins, ob das Gerät echt sei. Teheran hatte zudem einen Protestbrief bei den Vereinten Nationen eingereicht und eine Verletzung des iranischen Luftraums moniert.