Strukturelle Probleme

Obama fürchtet dauerhafte Krise der US-Wirtschaft

Die Wirtschaftskrise werde vermutlich noch seine Nachfolger beschäftigen, sagt der US-Präsident und stellt klar: Die Wirtschaftslage könne er nicht kontrollieren.

Nach Ansicht von US-Präsident Barack Obama wird es noch Jahre dauern, bis die US-Wirtschaft wieder auf einer soliden Basis steht. Es brauche Zeit, strukturelle Probleme, die sich über die letzten 20 Jahre aufgebaut hätten, wieder rückgängig zu machen, sagte Obama im Interview mit der US-Sendung „60 Minutes“, das am Sonntag ausgestrahlt wird.

Es würden noch mehr als zwei Jahre benötigt, sagte Obama den vorab veröffentlichten Ausschnitten zufolge. Es sei klar gewesen, dass die Erholung der Wirtschaft nicht innerhalb einer Legislaturperiode zu schaffen sei. „Es braucht wahrscheinlich mehr als einen Präsidenten.“

Die Wirtschaft und die hohe Arbeitslosigkeit könnten bei der Präsidentenwahl im November 2012 zu den entscheidenden Faktoren werden. Auf die Frage, ob die Arbeitslosenquote bis dahin auf acht Prozent von zuletzt 8,6 Prozent fallen könnte, sagte Obama: „Das ist möglich, aber es ist nicht meine Aufgabe, Vorhersagen über die Wirtschaft zu machen.“

Obama fühlt sich wie Kapitän in stürmischer See

Der US-Präsident verglich sich mit einem Kapitän in stürmischer See. Solange das Schiff schaukele und die Leute seekrank werden, machten sie den Kapitän dafür verantwortlich, sagte er.

„Die Leute sagen: Ein guter Kapitän hätte uns in ruhige Gewässer mit Sonnenschein gebracht. Aber ich kontrolliere nicht das Wetter. Was ich kontrollieren kann ist die Politik, die wir machen, um etwas zu bewegen.“

Der jüngsten Umfrage von CBS zufolge sind nur 33 Prozent der Amerikaner zufrieden mit der Wirtschaftspolitik Obamas. 44 Prozent sprachen sich für eine zweite Amtszeit Obamas aus, 54 Prozent sind dagegen.

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