Timbuktu

Deutscher Tourist in Mali soll getötet worden sein

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Foto: picture-alliance / David Reed / / pa

Mehrere Europäer sind im westafrikanischen Staat Mali Opfer von Entführern geworden. Ein deutscher Urlauber soll getötet worden sein, als er Widerstand leistete.

Bei einem Überfall mehrerer bewaffneter Entführer ist in Timbuktu im Norden Malis ein deutscher Tourist getötet worden. Wie ein Mitarbeiter der Regionalverwaltung sagte, versuchte der Deutsche den Entführern Widerstand entgegenzusetzen. Drei andere Touristen, ein Schwede, ein Niederländer und ein Urlauber mit britischer und südafrikanischer Staatsangehörigkeit, wurden entführt.

Die Angreifer überfielen die Ausländer in einem Restaurant am zentralen Platz der Oasenstadt Timbuktu, auf dem sich viele Touristen aufhalten. Die malische Regierung verurteilte den "Terrorakt“, der die Sicherheit und Stabilität des ganzen Landes beeinträchtige.

Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes in Berlin sagte, das Ministerium und die Botschaft in Bamako gingen Hinweisen nach, wonach in Mali europäische Staatsangehörige entführt wurden und einer getötet wurde. "Mit Hochdruck verfolgen wir auch Hinweise, dass sich unter den Betroffenen ein deutscher Staatsangehöriger befindet“, fügte er an.

Zwei Franzosen in Hombori verschleppt

Erst in der Nacht zum Donnerstag waren in Mali zwei Franzosen von mehreren Bewaffneten entführt worden. Die beiden Geologen wurden in der rund 200 Kilometer südlich von Timbuktu gelegenen Ortschaft Hombori aus ihrem Hotel verschleppt.

Die Entführung trug die Handschrift des Ablegers des Terrornetzwerkes al-Qaida im Islamischen Maghreb (AQMI), der im Norden Malis zahlreiche Operationsbasen hat. Dorthin sollen die entführten Franzosen auch gebracht worden sein.

Die Entführung sei "gut geplant gewesen“, hieß es aus Sicherheitskreisen in Hombori. Vermutlich seien die Täter oder Komplizen aus Malis Nachbarländern gekommen, um an der Entführung mitzuwirken. Die Pariser Staatsanwaltschaft hat laut einem Justizangehörigen nach der Entführung der beiden Franzosen Vorermittlungen eingeleitet. Fahnder seien nach Mali unterwegs. Mit der Entführung der drei Ausländer am Freitag befinden sich derzeit neun Ausländer in der Sahel-Region in der Gewalt von Kidnappern.

( AFP/nics )

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