Millionenstadt Basra

Mindestens 19 Tote bei Anschlagsserie im Irak

Bei drei Bombenexplosionen wurden in der irakischen Stadt Basra 19 Menschen getötet und Dutzende verletzt. Basra ist für Iraks Ölindustrie von zentraler Bedeutung.

Bei einer Anschlagsserie in der südirakischen Stadt Basra sind am Donnerstag mindestens 19 Menschen getötet und 64 weitere verletzt worden. Wie die Polizei mitteilte, detonierten am Abend drei Bomben auf einem beliebten Markt. Am verheerendsten war dabei demnach die dritte Explosion.

Diese habe sich ereignet, als Sicherheitskräfte und weitere Helfer in Reaktion auf die vorherigen Explosionen am Ort des Geschehens eingetroffen waren. Unter den Opfern seien viele irakische Polizisten und Soldaten, hieß es.

Ein Augenzeuge berichtete, nach der ersten Explosion seien zunächst viele Menschen aus der unmittelbaren Umgebung zur Hilfe geeilt. Als fünf Minuten später eine zweite Explosion folgte, seien die meisten jedoch in Panik davongelaufen. Erst nachdem schließlich Polizisten und Soldaten eingetroffen waren, sei die dritte Bombe detoniert.

Die im Süden des Iraks gelegene Millionenstadt Basra ist für die Ölindustrie des Landes von zentraler Bedeutung. Viele internationale Konzerne haben hier ihre nationalen Niederlassungen. Die Stadt verfügt auch über den größten Hafen des Iraks.

( dapd/mk )